Silbentrennungsdiskussionsgrundlage für singende Lehrer

10.08.2026 09:54
#1 Silbentrennungsdiskussionsgrundlage für singende Lehrer
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Wenn ich Noten abschreibe, um für einen meiner Chöre eine neue Ausgabe zu erstellen (und sei es nur als „Abfall“, da ich die Noten schreiben muss, um MP3s zu erstellen), dann schreibe ich den Liedtext manchmal so, wie man ihn singt. D.h. meine Silbentrennung ist nicht immer korrekt.

Ich schreibe an schwierigen Stellen und in manchen fremdsprachigen Stücken so, wie man singt.
Der Grund dafür ist nicht sofort jedem Lehrer (und langjährigem Sänger) ersichtlich.
Aber vor allem in schlechteren Laienchören, wo jede Silbe, ohne darüber nachzudenken, was als nächstes kommt, gelesen wird, führt das zu überraschend guten Ergebnissen:
Auf einmal werden nämlich schwierige Verbindungskonsonanten nicht lang ausgesprochen, sondern spät, wie man es möchte: „an-gels wa-tching“. Oder bei Doppelkonsonanten: „he-lle Hi-mmel“

Diphthongs würde ich allerdings niemals trennen, da zum Verständnis dieser eben doch die andere Silbe gelesen werden müsste.
Hier muss jeder Chor nach dem Grundsatz arbeiten: „wir singen auf dem ersten Vokal so lange es geht und die Beugung des Diphthongs geschieht erst kurz vor Silbenwechsel“.
„mein ge-tr[o]eu-er-Hirt“; „weicht, ihr Tr[a]au-er-g[a]ei-ster“ (hier eben auch das „st“ erst auf der späteren Silbe).

Natürlich mache ich das nicht in einem fortgeschrittenen Chor, da es dort tatsächlich mehr irritiert als hilft.
Aber jeder Chor, der eher in der 'Buchstabierecke' sitzt profitiert enorm.
Genau wie das bewusste Pausensetzen für Atemzeichen (das ich in jedem Chor praktiziere!), ist diese Form von Lautschrift eine der großen Vorteile selbsterstellter Notenausgaben.

PL

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